Welche Bedeutung hat der sozio-ökonomische Hintergrund für den Schulerfolg? Inwiefern mitbestimmt er gesellschaftliche Aufstiegschancen? In der Vorlesung wird diesen Fragen sowie jenen nach den gesellschaftlichen Bedingungen von Erziehung und Bildung anhand begrifflicher und theoriebezogener Klärungen, empirischer Studien und literarischer Beispiele nachgegangen.

So werden verschiedene ungleichheitstheoretische Perspektiven (Rousseau, Bourdieu) sowie zentrale bildungssoziologische Begrifflichkeiten - wie etwa (ökonomisches, soziales, kulturelles) Kapital, Habitus, sozialer Raum - thematisiert, Armuts- sowie Reichtumsverhältnisse in verschiedenen Ländern beleuchtet (Maeder, Schilliger, Neckel, Butterwegge, Nachtwey) und deren Bedeutung für den Alltagserleben und Lebenslauf von Kindern und Jugendlichen entfaltet (Andresen, Buchmann, Eribon, Ernaux).