War das Heilige Römische Reich im Spätmittelalter im Niedergang? Welche Bedeutung hatten die italienischen Gebiete für die deutschen Könige und Kaiser? Gab es überhaupt noch ein italisches Königreich (regnum italicum)? Was bedeuteten die Krönungen mit der sogenannten «eisernen» Krone in der Lombardei in der Theorie und in der Praxis? Welche Machtansprüche haben die Herrscher des Heiligen Römischen Reichs in Italien erhoben und welche Folgen hatten diese Ansprüche? Wie haben die italienischen Stadtkommunen auf die «fremden» Herrscher aus dem Norden reagiert? Und wie wurden die transalpinen Beziehungen intellektuell verarbeitet und legitimiert? Solche Fragen werden in dieser Vorlesung beantwortet. Einerseits beleuchten wir die komplexe politische Landschaft nördlich und südlich der Alpen, anderseits betrachten wir konkret welche Personen die transalpine Zusammenarbeit ermöglichten.