Gegenstand der Soziologie als Wissenschaft sind die verschiedenen Formen des menschlichen Zusammenlebens und ihre Entwicklung, auf der Ebene der Gesellschaft, in den gesellschaftlichen Teilbereichen und den verschiedenen Gemeinschaften. Zur Erforschung und Erklärung menschlichen Zusammenlebens und ihren jeweiligen Logiken bieten sich unterschiedliche, teilweise untereinander konkurrierende soziologische Paradigmen, Theorien und Methodologien an. Dazu blickt die Soziologie auf eine lange Forschungstradition zurück. Als Ergänzung zur Vorlesung "Soziologie I" geht die Veranstaltung zum einen auf die frühen Klassiker der Soziologie wie Karl Marx, Max Weber und Emile Durkheim ein. Dazu werden sowohl deren relevanten Fragen, Definitionen und Methoden als auch ausgesuchte empirischen Studien vor dem Hintergrund der theoretischen Konzepte anhand ihrer empirischen Herangehensweise und Befunde ausgeleuchtet und diskutiert. Zum anderen wird eine Auswahl theoretischer Positionen der Soziologie vermittelt. Zu den behandelten Ansätzen gehören unter anderem der symbolische Interaktionismus, die Theorie der rationalen Entscheidung, die Praxistheorie, modernisierungstheoretische Ansätze und die Akteur-Netzwerk-Theorie.