
Vor einigen Jaren habe ich gemeinsam mit Cenk Akdoganbulut begonnen, Kontinuitäten und Brüche von alten und neuen Faschismen genauer zu untersuchen. Dabei stellten wir fest, dass vielfach entweder alte oder neue Formen extrem rechter Bewegungen im Forschungsfokus standen, oft aber Kontinuitäten und Entwicklungen von der ‚alten Rechten‘ zur ‚Neuen Rechten‘ wenig beleuchtet wurden. Einige auffällige langanhaltende, wiederkehrende und gruppenübergreifende Merkmale sind Männlichkeitskult, Homophobie und Antifeminismus.
In diesem Proseminar wollen wir diesen Kontinuitäten und Gleichförmigkeiten nachgehen, aber auch Brüche in Argumentation und Auftreten herausarbeiten. Nach zwei theoretischen Einführungssitzungen werden wir chronologisch weitergehen, indem wir zuerst die historisch frühen Formen von Faschismen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diskutieren und uns danach neueren Formen der extremen Rechten bis in unsere Zeit zuwenden, etwa indem wir Quellen in Fanzines oder auf Social Media untersuchen. In allen Sitzungen werden dabei Schwerpunkte in der Diskussion auf die genannten Grössen Männlichkeitskult, Homophobie und Antifeminismus gelegt.
- Enseignant·e: Franziska Anna Zaugg