
In keinem anderen Land spielten Fürstenhöfe eine so wichtige Rolle wie im Heiligen Römischen Reich. Dies liegt einerseits am politischen Polyzentrismus des Alten Reiches mit ca. 350 Territorien und andererseits an der Vielfalt der Machtvorstellungen; daher auch der so vielfältige Diskurs über die Macht und das Verhalten der Schriftsteller:innen gegenüber der Macht. In diesem gemeinsamen Seminar der Departemente Geschichte und Germanistik wird die Vielfalt der Existenz und Darstellung des Hofes in der deutschsprachigen Welt des 18. Jahrhunderts untersucht. Wie sah das Leben am Hof aus? Entwickelte sich innerhalb der Höfe eine Kritik am Absolutismus? Was ist aufgeklärter Absolutismus? Wie stellten sich die Literat:innen den Hof, das Leben dort und die Politik vor? Dergleichen Fragen wollen wir in einem Seminar diskutieren, das historische Quellen und literarische Texte konfrontiert und auf verschiedene Weise, angeleitet durch die Seminarleiter:innen, untersucht.
- Docente: Arnd Beise
- Docente: Claire Gantet
- Docente: Julia Sommer