Olympia zählt zu den bedeutendsten panhellenischen Heiligtümern der griechischen Welt. Obwohl die Olympischen Spiele heute im Mittelpunkt der Wahrnehmung stehen, erfüllte der Ort in der Antike weit über den sportlichen Wettkampf hinausgehende Funktionen. Ursprünglich ein lokales Kultzentrum, entwickelte sich Olympia zu einem überregionalen und gesammtgriechischen religiösen, politischen und kulturellen Treffpunkt.
Der Kurs verfolgt die Geschichte des Heiligtums von den frühen Anfängen bis zur Spätantike anhand archäologischer, literarischer, epigraphischer und numismatischer Zeugnisse. Behandelt werden die religiösen Praktiken, die Rolle Olympias als Zentrum offizieller Verkündigungen, seine Bedeutung als politischer und diplomatischer Versammlungsort sowie seine Funktion als kulturelles Forum.
Abschliessend wird ein kurzer Überblick über die Wiederbelebungen der Olympischen Spiele seit dem 17. Jahrhundert gegeben, die schließlich 1896 in die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit unter Pierre de Coubertin mündeten.
- Enseignant·e: Bjørn Paarmann