Die pastoralen Gesellschaften in den Trockengebieten Afrikas stehen seit jeher im Fokus der anthropologischen Forschung und bieten wertvolle Einblicke in die Anpassungsstrategien und die Gestaltung von Lebensräumen durch menschliche Gemeinschaften. Eine kritische Auseinandersetzung damit wie sich die Region unter dem Einfluss globaler und lokaler Dynamiken verändert, ist zu einer wichtigen Debatte innerhalb unserer Disziplin geworden. 

Dieses Seminar untersucht die sozialpolitischen und ökologischen Dimensionen der Trockengebiete Ostafrikas, mit besonderem Fokus auf die Lebensweisen und Existenzgrundlagen der dort ansässigen Menschen. Durch ethnografische Studien stezen sich die Studierenden mit miteinander verbundenen Themen wir Entwicklungspolitik, Laubraub, Klimawandel, ethnischen Konflikten, Geschlechterrollen, Spiritualität und Ressourcennutzung auseinander. Diese Tehmen werden im Kontext einer herausfordernden ökologischen Landschaft analysiert, in der Knappheit, Resilienz und Innovation eng miteinander verflochten sind. 

Das Seminar verortet die Region ausserdem in einem breiteren globalen Rahmen und untersucht, wie koloniale Vermächtnisse und postkoloniale Prozesse die Ressourcennutzung und soziale Beziehungen geprägt haben und weiterhin beeinflussen. Am Ender des Seminars verfügen die Teilnehmenden über ein differenziertes Verständnis der Trockengebiete Ostafrikas und der komplexen Wechselwirkungen zwischen lokalen und globalen Faktoren.