Eine christliche Theologie der Religionen fragt nach dem Stellenwert des christlichen Bekenntnisses angesichts der sichtbaren Pluralität der Religionen. Innerhalb der Fundamentaltheologie ist die Theologie der Religionen klassischerweise dem zweiten Traktat, der demonstratio christiana, zugeordnet, dessen Aufgabe es ist, die christliche Religion als Offenbarungsreligion rational zu begründen. Angesichts der Herausforderung durch andere Religionen besteht die Aufgabe christlicher Religionstheologie ad intra darin, jene Inhalte des christlichen Glaubens zu bestimmen, die nicht relativiert werden können. Auf dieser Grundlage positioniert sie sich ad extra gegenüber anderen Religionen.
Zur Analyse ihres zentralen Gegenstands, der Religion, greift christliche Religionstheologie auf religionsphilosophische und religionswissenschaftliche Methoden und Perspektiven zurück. Als fundamentaltheologische Disziplin bleibt sie jedoch der Frage nach dem Wahrheitsanspruch des Christentums im Horizont der religiösen Vielfalt verpflichtet.
Die Vorlesung zeichnet die historische Genese sowie die systematischen Lösungsansätze der damit verbundenen epistemologischen und soteriologischen Problemstellungen nach. Ziel ist es, die Studierenden zu befähigen, eine reflektierte und informierte Position zur interreligiösen Anschlussfähigkeit des Christentums einzunehmen.
- Enseignant·e: Anne-Kathrin Fischbach
- Enseignant·e: Nicolas Matter