Professionalisierung ist ein zentrales Thema der Erziehungswissenschaft – und zugleich ein umstrittenes: Was macht eine Tätigkeit zu einer „Profession“? Wer entscheidet das und mit welchen Folgen? Das Seminar führt in zentrale Theorien der Professions- und Professionalisierungsforschung ein – Merkmalsansatz, macht-/interessentheoretischer Ansatz und strukturtheoretischer Ansatz – und fragt, wie sich diese auf unterschiedliche (pädagogische) Handlungsfelder anwenden lassen: von der Schule und Kita bis zu Verwaltung und Politik.
Zudem widmet sich das Seminar der Professionalisierungsforschung selbst: Mit welchen Methoden und Forschungsfragen wird das Feld untersucht, und wie wirken Forschungsergebnisse beispielsweise auf Politik und Ausbildung zurück? Aktuellere, auch international und migrationsbezogen ausgerichtete Forschung erweitert den Blick auf den Professionsbegriff.
Neben den Lektüresitzungen sind mehrere Sitzungen für die Diskussion eigener Beobachtungen, Fragen und – perspektivisch – eigener Forschungsideen (für Seminararbeit oder Bachelorarbeit) reserviert. So verbindet das Seminar theoretisches Grundlagenwissen mit der eigenständigen Auseinandersetzung mit dem Themenfeld.
- Enseignant·e: Sabine Krause