
Das Seminar lädt Studierende ein, erneuerbare Energieinfrastrukturen aus einer anthropologischen Perspektive zu analysieren und an konkreten Beispielen zu erforschen. Im Zentrum steht die Frage, wie Energie nicht nur technisch, sondern auch sozial, kulturell und politisch produziert wird, und wie solche Orte erforscht werden können. Am Beispiel des Wasserkraftwerks Maigrauge und dessen vielseitiger Geschichte und Umgebung lernen die Teilnehmenden, Infrastrukturen zu untersuchen und das gesammelte Material mit einem theoretischen und analytischen Blick zu erfassen. So sollen Fragen rund um Energieproduktion aus anthropologischer Perspektive bearbeitet werden: Wie lassen sich alltägliche Infrastrukturen als komplexe Gefüge von Beziehungen, Wissen und Macht verstehen? Welche Narrative und Visionen prägen die Strategien und Entscheidungen verschiedener Akteur:innen? Das Seminar fördert die Fähigkeit, empirische Beobachtungen theoretisch einzuordnen und kritisch zu reflektieren. Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Technik, Gesellschaft und Umwelt sichtbar zu machen und so zu analysieren, wie Energiepraktiken unsere Lebenswelten prägen
- Enseignant·e: Hannah Plüss Quintanilla Fernández
- Enseignant·e: Elisabeth Schubiger