Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie soziale Medien. Digitale Medien sind für Kommunikation, Information und Unterhaltung kaum mehr wegzudenken. Gleichzeitig gelten sie aber auch als Ursache für Stress, Schlafprobleme, politische Polarisierung, Desinformation oder sinkende Aufmerksamkeitsspannen. Welche Strategien helfen nun tatsächlich gegen Doomscrolling, Information Overload, den Stress permanenter Erreichbarkeit oder ständige Vergleiche mit scheinbar perfekten Online-Lifestyles von Stars, Influencern und anderen digitalen Vorbildern?
In diesem Seminar gehen wir über die reine Forschung zu Ursachen und Effekten von Mediennutzung hinaus. Stattdessen entwickeln und testen wir ein mediales „Survival-Kit“ für den digitalen Alltag: konkrete Strategien und Tools, die helfen sollen, digitale Medien bewusst zu nutzen – ohne sich von ihnen überrollen zu lassen. Im Herbstsemester werden zunächst theoretische Ansätze und empirische Befunde zu möglichen Schutzfaktoren gegen negative Effekte digitaler Mediennutzung erarbeitet und diskutiert. Darauf aufbauend sammeln und entwickeln wir mögliche Interventionen – etwa Strategien der Selbstregulation oder Reflexionstools für den Medienalltag. Auf dieser Basis entwerfen wir ein Forschungsdesign, mit dem experimentell getestet werden soll, welche dieser Strategien tatsächlich wirken.
Im Frühjahrssemester wird die geplante Interventionsstudie durchgeführt. Die Studierenden erheben und analysieren Daten und untersuchen, ob und wie die entwickelten Strategien das digitale Wohlbefinden verbessern können. Das Seminar schliesst mit der Präsentation der Ergebnisse, konkreten Handlungsempfehlungen für einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien sowie einem gemeinsamen Forschungsbericht ab.
- Enseignant·e: Shaila Caspanello
- Enseignant·e: Andreas Fahr