Arbeit und Geschlecht werden in ökologischen Debatten oftmals wenig berücksichtigt. Doch die Umweltgeschichte des 20. Jahrhunderts lässt sich nicht ohne eine Analyse kapitalistischer Arbeitsverhältnisse und den damit zusammenhängenden Geschlechterordnungen verstehen.

Im Proseminar analysieren wir, wie unterschiedliche Formen von bezahlter und unbezahlter Arbeit – etwa in Fabriken, der Landwirtschaft, in der Hausarbeit oder im Gesundheitswesen – mit ökologischen Fragen verflochten sind. Unterschiedliche Formen von Arbeit sind sowohl für das Funktionieren kapitalistischer Wirtschaftsweisen als auch für den Erhalt des Planeten grundlegend. Sowohl Arbeit wie auch Vorstellungen von Natur sind dabei vergeschlechtlicht;  ökologische Krisen entfalten sich entlang Geschlechterordnungen und weiteren sozialen Ungleichheiten unterschiedlich,