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Während des Zweiten Weltkriegs erlebten die Staaten und die Bevölkerung Ost- und Westeuropas die Militär- und Zivilbesatzung duch die “Achsenmächte”, die zu einer spriale der Gewalt auf dem Kontinent führte, der Millionen Menschen zum Opfer fielen. Das Seminar konzentriert sich auf die Themen Okkupation, Kollaboration und Widerstand aus einer verflochtenen Perspektive, die dazu beitragen soll zu verstehen, welche Motivationen Regierungen, Behörden und Einzelpersonen bewegten, sich für eine Zusammenarbeit oder den Widerstand gegen die neue europäische Ordnung Nazi-Deutschlands und seiner Verbündeten zu entscheiden. Dabei werden Themen wie NS-Verbrechen, ihre Umsetzung durch willfährige Helfer vor Ort und Formen von Widerstand von oben und von unten analysiert. Schliesslich standen politische Vertreter und Einzelpersonen in den besetzten Ländern vor der Frage, ob sie mit den Besatzern kollaborieren wollten, um zu versuchen, den Krieg unversehrt zu überstehen, oder ihr Leben riskieren sollten, indem sie sich den Besatzern widersetzten. Das Seminar trägt damit zum Verständnis von Kollaboration und Widerstand während des Zweiten Weltkriegs bei und untersucht die komplexen Ausverhandlungsprozesse und aktiven Massnahmen von Einzelpersonen und Behörden in einem von Gewalt und der Brutalisierung ganzer Gesellschaften geprägtem Zeitabschnitt der europäischen Geschichte. |
- Dozent/in: Karlo Ruzicic-Kessler