Die Weimarer Republik war eine Zeit wirtschaftlicher Krisen, sozialer Konflikte und extremer politischer Polarisierung. Zugleich kam es in den Jahren zwischen 1918 und 1933 zu einem rasanten Aufstieg des Kinos und zu einer seltenen ,Blütezeit‘ der Literatur. Das Seminar wird sich anhand ausgewählter Texte, Filme und Debatten mit der Konkurrenz und der wechselseitigen Inspiration von Literatur und Kino in der Weimarer Republik beschäftigen. Gegenstand der Analyse und Dikussion werden u.a. der Expressionismus in Literatur und Film sein, die Rezeption der Werke Charlie Chaplins, die Reflexionen zum Film von Thomas Mann in Essays und im Zauberberg, die Kontroversen um Brechts Dreigroschenoper und ihre Verfilmung (z.B. Dreigroschenprozess) oder die Debatte um die Politisierung und Zensur des Kinos (z.B. Panzerkreuzer Potemkin oder Kuhle Wampe).
- Dozent/in: Tom Oliver Kindt