Museen stehen im Wandel. Im 19. Jahrhundert als «Wissenstempel» des Bürgertums etabliert, haben sich diese zunehmend geöffnet. Das Themenspektrum der Sammlungen und Ausstellungen hat sich auf neue gesellschaftliche Bereiche und Gruppen ausgedehnt (Arbeiterschaft, Frauen, Migrant:innen, Subkulturen usw.). Was ins Museum kommt, was und wie ausgestellt wird, durchläuft seit Jahren ebenfalls einen Demokratisierungsprozess. Museen entwickeln sich mehr und mehr von «Top-Down» zu «Bottom-Up»-Institutionen. Partizipation, soziale Inklusion, Citizen Science oder Museen als Dritter Ort sind Ansätze, um die Museen näher an die Menschen und Menschen an der Museumstätigkeit teilhaben zu lassen.

Ziel der Veranstaltung ist, theoretische Konzepte und Ansprüche der Partizipation heute in den Museen – mit besonderem Fokus auf Geschichtsmuseen – kennenzulernen und an der Praxis zu messen. Die Werkstatt analysiert verschiedene Partizipationsformate auf deren Potenzial, Museen gesellschaftlich zu öffnen.

Schaffen die Museen des 21. Jahrhunderts den Schritt vom «Wissenstempel» von wenigen zur «Agora» für alle?