Die Sorge, das eigene Leben einmal auf gute Weise beenden zu können, treibt heute viele Menschen um. Die rechtzeitige Planung des eigenen Sterbens, das Advance Care Planning, ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Hospiz und Palliative Care, Ängste vor einer Überbehandlung in der letzten Lebensphase, die zunehmende Praxis der Suizidhilfe – das alles sind Indikatoren für ein zunehmendes Interesse an der letzten Lebensphase. Auch wenn die konkreten Vorstellungen von einem guten Sterben weit auseinandergehen, bilden die Anerkennung der Sterblichkeit, die Selbstbestimmung und eine hohe Lebensqualität bis zuletzt gemeinsame Orientierungspunkte. Die Diskurse über das gute Sterben werden heute nicht mehr von den christlichen Kirchen geprägt, unter dem Begriff der «Spiritual Care» werden unterschiedlichste Antworten auf Sinnfragen gegeben. Damit verbundene Entwicklungen, Suchprozesse und ethische Herausforderungen werden in der Vorlesung aus theologisch-ethischer Sicht dargelegt, analysiert und diskutiert.
- Dozent/in: Markus Zimmermann