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Körper im Wandel

Der Thematik ‚Körper‘ bzw. dem Verhältnis von Körper, Sozialität und Gesellschaft, von Körper und Geschichte sowie von Körper und Macht widmeten sich aus ethnologischen (Mauss 1935), soziologischen (Elias 1939; Bourdieu 1979), historischen (Vigarello 1978) und philosophischen (Foucault 1976, 1984) Perspektiven bereits früh einzelne Studien und haben neben der feministischen und postfeministischen Kritik an der Essentialisierung und Naturalisierung des weiblichen Körpers (Butler 1991) mit dazu beigetragen, den Körper disziplinübergreifend in seiner Historizität und Sozialität zu begreifen (Sarasin 2001:11–17).

Im Rahmen des Seminars wird vor diesem Hintergrund theoretisch und empirisch erarbeitet und diskutiert, welcher Stellenwert dem ‚Körper‘ im Rahmen erziehungswissenschaftlicher Schriften sowie in der interdisziplinär ausgerichteten Kindheitsforschung zukommt, auf welche Weise ‚Körper‘ in diesen hervorgebracht, gedeutet und beforscht wird.

Wir setzen uns mit schwangeren, mit marginalisierten, mit affektiven Körpern genauso auseinander wie mit Körpern im Rausch oder mit ‚future bodies‘. Beleuchtet werden zudem Kinderkörper in unterschiedlichen institutionellen Settings – in der Familie, im Kindergarten oder in der Schule – etwa unter den Fragestellungen, wie Kinder schlafen lernen oder wie ihr Sitzverhalten und ihre Essenspraktiken normiert werden.

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