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Dieser Kurs bietet den Studierenden eine Einführung in die Geschichte des antiken Griechenlands anhand der Betrachtung des 5. Jahrhunderts v.u.Z., einer Epoche, die sowohl den Übergang von der Frühgeschichte zur historischen Zeit markiert als auch den Grundstein für die weitere Entwicklung der griechischen Welt legt. Nach dem Sieg über das Perserreich (479 v. u. Z.) erlangen die griechischen Stadtstaaten eine bis dahin beispiellose Machtstellung. Die Rivalitäten zwischen ihnen führen jedoch zunehmend zu Konflikten, die schliesslich im Peloponnesischen Krieg (431-404 v.u.Z.) gipfeln.

Im Laufe des Semesters verfolgen wir diese Entwicklung mit besonderem Schwerpunkt auf der Entstehung, Organisation und Umwandlung des Delisch-Attischen Seebunds in ein athenisches Imperium. Gleichzeitig untersuchen wir die Quellen, auf denen unser Wissen über diese Epoche basiert, darunter historiographische Werke, Inschriften und archäologische Funde. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fragen nach der Art, Aussagekraft, den Grenzen und der Glaubwürdigkeit dieser Quellen sowie darauf, wie moderne Historikerinnen und Historiker diese nutzen und interpretieren, um die Vergangenheit zu rekonstruieren. Der Kurs vermittelt somit nicht nur Einblicke in die Geschichte des antiken Griechenlands, sondern auch in die Methoden und Herausforderungen der modernen Geschichtsschreibung.

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