Das Seminar untersucht die kulturellen und sozialen Konstruktionen von Hässlichkeit und deren Verbindung zur Herausbildung von Vorurteilen im Zeitraum vom 16. bis 18. Jahrhundert. Anhand von historischen Texten, Bildquellen und theoretischen Ansätzen erforschen wir, wie körperliche und ästhetische Normen definiert wurden und welche sozialen Gruppen als „anders“ stigmatisiert wurden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verknüpfung von Ästhetik, Moral und Macht sowie deren intersektionale Bedeutung für gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen. Das Seminar lädt dazu ein, historische Zuschreibungen und Kategorien kritisch zu hinterfragen und deren Nachwirkungen auf heutige Diskurse zu reflektieren.