
Das Althochdeutsche bildet die früheste Periode deutschsprachiger Überlieferung (ca. 750 bis 1050). Reste davon leben in den Laut- und Formverhältnissen des Walserdeutschen und Zimbrischen noch fort. Das Seminar thematisiert die sprachlichen Strukturen und die vielfältige Überlieferung des Althochdeutschen. Dazu lesen wir einerseits kürzere althochdeutsche Texte wie die Basler Rezepte, die Zürcher Hausbesegnung, die Merseburger Zaubersprüche und das Hildebrandslied, betrachten andererseits aber auch scheinbar Marginales wie Glossen und Runen. Schliesslich untersuchen wir in frühen Zeugnissen des Fremdspracherwerbs den Sprachkontakt mit dem Romanischen. Auch eine Exkursion zur St. Galler Stiftsbibliothek ist geplant.
- Enseignant·e: Markus Schiegg