
Der Kurs eröffnet einen reflexiven Rahmen, in dem die Studierenden die sozialen und institutionellen Prozesse untersuchen, durch die «Behinderung» im schulischen Kontext konstruiert wird. Ausgehend von Disability Studies, intersektionalen Perspektiven und systemisch‑interaktionellen Modellen analysieren sie eigenständig, wie diagnostische Praktiken, pädagogische Entscheidungen und professionelle Haltungen Teilhabe strukturieren.
Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit Zuschreibungen, die systemische Analyse von Barrieren und Ressourcen sowie machtsensible Deutungen pädagogischer Situationen. Auf Basis theoretischer Impulse, Interviewarbeit und Fallanalysen entwickeln die Studierenden ein differenziertes Verständnis komplexer Lern‑ und Entwicklungskonstellationen.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Praxistransfer: Die Studierenden erarbeiten ressourcenorientierte Unterrichts‑ und Unterstützungsansätze und identifizieren Möglichkeiten, inklusionsfördernde Praktiken im Schulalltag gezielt weiterzuentwickeln.
- Enseignant·e: Sandra Oberson
- Enseignant·e: Sandra Oberson
- Enseignant·e: Carla Jana Svaton