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Dieser Kurs befasst sich mit den Arbeits- und Sozialrechten vulnerabler Gruppen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf prekären Beschäftigungsverhältnissen und Migration liegt. Er untersucht, wie wirtschaftliche Umstrukturierungen, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die globale Mobilität die Arbeitsbeziehungen verändert haben, wodurch unsichere, befristete und informelle Beschäftigungsverhältnisse an Bedeutung gewonnen haben. Migranten sind aufgrund ihres rechtlichen Status, sprachlicher Barrieren und des eingeschränkten Zugangs zu sozialen Netzwerken besonders von diesen Trends betroffen, was häufig dazu führt, dass sie in prekären Beschäftigungsverhältnissen mit eingeschränktem Schutz arbeiten.

Der Kurs konzentriert sich auf die Handlungsfähigkeit und die Vulnerabilität prekär Beschäftigter und beleuchtet, wie Arbeitsmärkte und Sozialpolitik auf diese Herausforderungen reagieren. Die Studierenden befassen sich mit den Rechten auf faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen, kollektive Vertretung und soziale Sicherheit und untersuchen, inwiefern Migranten und andere vulnerable Arbeitnehmer zu diesen Rechten ungleichen Zugang haben.

In diesem Kurs wird auch die komplexe Beziehung zwischen Migration und Sozialstaaten untersucht. Dabei wird der Fokus daraufgelegt, wie sich Sozialpolitik auf Mobilitätsmuster auswirkt und umgekehrt. Anhand einer Analyse politischer und öffentlicher Debatten über das vermeintliche Recht von Migranten auf Zugang zu Sozialleistungen wird das Konzept des „Sozialchauvinismus“ beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den institutionellen, rechtlichen und administrativen Hindernissen, mit denen Migranten häufig konfrontiert sind, wenn sie versuchen, Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen.

Anhand von Fallstudien und politischer Analyse beleuchtet der Kurs die Diskrepanzen zwischen formalen Rechten und gelebter Realität. Der Kurs regt zur kritischen Reflexion darüber an, inwieweit rechtliche, soziale und institutionelle Mechanismen in der Lage sind, Ungleichheit abzubauen und vulnerable Arbeitnehmer in einem zunehmend prekären Arbeitsmarkt zu schützen.

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