Skip to main content
Moodle UniFR
  • Home
  • Calendar
  • Moodle Help
  • Contact
  • More
English ‎(en)‎
Deutsch ‎(de)‎ English ‎(en)‎ Français ‎(fr)‎ Italiano ‎(it)‎
You are currently using guest access
Log in
Moodle UniFR
Home Calendar Moodle Help Contact
Expand all Collapse all

Blocks

Skip Menu

Menu

Home
Einführung
Nutzung
Konzept
Selbstevaluation Lehre
Impliziter Ansatz
Expliziter Ansatz
Selbstevaluation Studiengänge
Integrierter Ansatz
Glossar
Literatur
Impressum
Kontakt

FR - DE
  1. Geschlechtergerechte Hochschullehre
  2. Glossar

Glossar

Back

Koedukation versus Monoedukation

Die Einführung der Koedukation – der gemeinsamen Schulbildung für Mädchen und Jungen – in der höheren Schulbildung stand in den 1960er und 1970er Jahren im Zeichen des gesellschaftlichen Fortschritts und der Demokratisierung der Bildung. Im englisch- und im deutschsprachigen Raum wurden in den 1980er Jahren aber auch kritische Stimmen zu den negativen Folgen der Koedukation laut: Tatsächlich führte der gemeinsame Unterricht nicht zwangsläufig zur Chancengleichheit von Jungen und Mädchen (Burgess 1990). In Frankreich wurde diese Debatte erst viel später geführt (Mosconi 2004).
Aufgrund der Ergebnisse der Schulforschung werden folgende Aspekte hervorgehoben:

  • Schulbücher und Lehrunterlagen sind nach wie vor stark männlich geprägt;
  • die Interaktionen im Lehrkontext wirken sich auf die Mädchen oft nachteilig aus (vgl. Interaktionen zwischen Lehrperson und Studierenden);
  • geschlechterstereotype Verhaltensweisen von Mädchen und Jungen werden verstärkt;
  • das Spektrum der Fächer-, Berufs- und Studienwahl bleibt geschlechtsspezifisch verengt.
Erfahrungen aus geschlechtergetrennten – monoedukativen – Ausbildungskontexten weisen zudem darauf hin, dass Frauen in Mathematik und Naturwissenschaften bessere Leistungen erbringen und dass deren Berufs- und Studienwahl weniger eng ausfällt als in koedukativen Kontexten (Teubner 1997a; Zagefka 1997). 
Die Koedukation im Bildungsbereich ist dadurch jedoch nicht in Frage gestellt. Es empfiehlt sich allerdings, entsprechende Strategien zu verfolgen, um die Nachteile der Koedukation zu beheben und die Gleichstellung von Jungen und Mädchen im Bildungsbereich umzusetzen. Während eine Strategie – reflexive Koedukation – auf die Reflexion und Weiterentwicklung der Koedukation abzielt, beinhaltet die andere den punktuellen Einsatz von monoedukativen Lernsettings. 

» Glossar

You are currently using guest access (Log in)
Get the mobile app
Powered by Moodle